Wochen nach Beginn des Streits um die Kostenübernahme bei Rettungsdienstfahrten ist eine Lösung des Konflikts zwischen einigen brandenburgischen Landkreisen und den Krankenkassen noch immer nicht gefunden. Es sei ein komplexes Verfahren, Kostenkalkulationen aufzustellen, erklärte der Geschäftsführer des Landkreistages, Johannes Wagner. Keine Seite habe Schuld daran, dass die Suche nach einer Lösung längere Zeit in Anspruch nehme.
Streit um Kosten für Rettungsfahrten
Laut Wagner gibt es ein klares Ziel: Die Fahrt mit einem Rettungswagen soll in Brandenburg für die Patienten kein Geld kosten. Darüber hatte es Anfang des Jahres Streit gegeben. Denn seit dem 1. Januar zahlen die Krankenkassen nur noch feste Pauschalen für Rettungseinsätze, bis es eine Einigung mit den Landkreisen auf eine neue Kalkulation gibt.
Die Kreise Märkisch-Oderland, Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark, Oder-Spree, Oberspreewald-Lausitz, Barnim, Oberhavel und Spree-Neiße haben bisher keine Vereinbarung mit den Kassen über die Kosten abgeschlossen. Die Pauschalen sind nach Ansicht des Landkreistages rechtswidrig. Der Kreis Märkisch-Oderland begann Mitte März sogar damit, Gebührenbescheide an die Patienten zu verschicken.