Der frühere Brandenburger Sozialminister und SPD-Landtagsfraktionschef Günter Baaske will wegen Streitigkeiten um den Wohlfahrtsverband AWO zum Jahresende aus der SPD austreten. «Es sind ja eben auch führende Sozialdemokraten in Landtagsfraktion und Bundestag, die da agieren und damit kann ich nicht leben», sagte Baaske der Deutschen Presse-Agentur. Für juristische Streitigkeiten werde Geld verbraten, das eigentlich für gemeinnützige Zwecke gedacht sei. Zunächst hatten «Märkische Oderzeitung» und «Märkische Allgemeine» über den angekündigten Rückzug berichtet.
Die SPD will ihn noch umstimmen. «Wir bedauern das natürlich sehr und sehen, dass es nichts mit der SPD zu tun hat», sagte Generalsekretär David Kolesnyk. «Wir würden uns freuen, wenn er sich anders entscheidet.» Baaske unterstrich dagegen, seine Entscheidung stehe. Der Streit mit der AWO und den beteiligten SPD-Politikern gehe nun seit zwei Jahren. «Es reicht jetzt», sagte er der dpa.