Grüne für stärkeren Ausbau der Berliner Radwege
Der Ausbau des Radwegenetzes muss aus Sicht des Grünen-Spitzenkandidaten Werner Graf Priorität in der Berliner Verkehrspolitik haben. In den vergangenen Jahren sei das Netz der Fahrradwege in der Hauptstadt eher ab- als ausgebaut worden, sagte Graf in der RBB-Wahlarena. Im vergangenen Jahr seien 700 Kinder im Berliner Straßenverkehr verletzt worden, klagte er. CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers widersprach Graf, das Radwegenetz sei nicht kleiner geworden: «Natürlich ist die Radinfrastruktur ausgebaut worden.» Wichtig sei, dass der Nahverkehr funktioniere. «Das muss zuverlässig sein.» SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach sprach sich zum Schutz von Kindern im Straßenverkehr für verkehrsberuhigende Maßnahmen aus, vor Schulen solle ein Tempolimit von zehn Kilometern pro Stunde eingeführt werden, sagte Krach. «Wir brauchen einen pragmatischen Weg in der Verkehrspolitik, und meiner ist, dass Sicherheit immer vor Schnelligkeit geht. Wir haben zwei verletzte Kinder pro Tag, das sind zwei ganze Grundschulen pro Jahr.» Im Jahr 2025 wurden in Berlin 21,2 Kilometer neue Fahrradwege fertiggestellt - weniger als in den Vorjahren: 2022 waren es noch 32,4 Kilometer, seither ist die Zahl der ausgebauten Kilometer gesunken. Alle Spitzenkandidaten antworteten mit Ja auf die Frage, ob es eine zentrale Baustellenkoordinierung geben solle, die mit Daten und ausreichend Personal ausgestattet ist. «Sie sind sich einig, ist doch wunderbar», sagte RBB-Moderator Sascha Hingst. In Berlin wird an diesem Sonntag ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Landesparlament gewählt. Laut jüngsten Umfragen kommt keine Zweier-Koalition auf eine Mehrheit, auch nicht das regierende Bündnis aus CDU und SPD. Als wahrscheinliche Optionen gelten Dreier-Koalitionen - also entweder gehen CDU, Grüne und SPD zusammen oder aber Linke, Grüne und SPD. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenVerkehrssicherheit vor Schulen im Fokus
Wahlkampf mit offenem Bündnisbild