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Bündnis will zentrale SEZ-Strukturen in Friedrichshain erhalten und 500 Wohnungen bauen

Über die Zukunft des ehemaligen Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Berlin-Friedrichshain wird weiter diskutiert. (Archivbild)  / Foto: Jens Kalaene/dpa
Über die Zukunft des ehemaligen Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Berlin-Friedrichshain wird weiter diskutiert. (Archivbild) / Foto: Jens Kalaene/dpa

Bündnis «SEZ-Quartier neu Denken» fordert Erhalt zentraler SEZ-Hallen, plant 500 Wohnungen und verlangt Abrissmoratorium.

Das neue Bündnis «SEZ-Quartier neu Denken» setzt sich dafür ein, zentrale Teile des ehemaligen Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Berlin-Friedrichshain zu erhalten und auf dem Gelände dennoch Wohnungen zu bauen. Mit diesem Kompromiss soll sich der vom Senat angekündigte Abriss verhindern lassen, wie das Bündnis mitteilte. 

Die Gruppe aus Fach­leuten aus Architektur, Stadt­­planung, Denkmal­schutz, Ingenieur­wesen, Kunst- und Kultur­produktion habe den Vorschlag erarbeitet. Er sieht den Neubau von 500 Wohnungen auf dem früheren SEZ-Gelände am Rand des Volksparks Friedrichs­­hain vor. So soll es eine Wohn­bebauung mit vier Hoch­punkten in einfacher Bauweise geben. Die prägenden Hallen­strukturen des SEZ sollen weiter­­genutzt werden.

Bezirksamt hat Abriss vorerst gestoppt 

Der Abriss sollte bereits Anfang März beginnen. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hatte ihn in der vergangenen Woche mit Hinweis auf artenschutzrechtliche Bedenken vorerst gestoppt. Das neue Bündnis fordert nun ein Abriss­moratorium, bis die städte­bau­lichen und wirtschaftlichen Fragen im Rahmen einer Machbar­keits­studie geklärt sind, die auch den Bestands­erhalt prüfen soll.

Das SEZ war 1981 eröffnet worden. Ein Wellenbad, eine Eisbahn, eine Bowlingbahn und Sporthallen zogen Millionen Besucher an. Das Grundstück und das Freizeitbad wurden 2003 vom Land Berlin an einen Investor verkauft. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit wurde das SEZ 2024 zwangsgeräumt.

Für den geplanten Neubau von Wohnungen und einer Schule auf dem Gelände ist die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft WBM zuständig. Sie hatte einen sogenannten Historien-Parcours angekündigt, der die Geschichte des Standorts «erlebbar» machen soll. 

Unter anderem sollen Bauelemente des früheren SEZ wie Fachwerkstützen der ehemaligen Schwimmhalle und charakteristische Gestaltungselemente als «historische Zeichen» erhalten werden. Gegen den Abriss gibt es dennoch seit langem Proteste.

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