Brandenburgs Innenminister René Wilke wirft der AfD Hetze gegen Migranten und Angstmache vor. Zugleich verwies der parteilose Minister am Dienstagabend in Bad Freienwalde (Kreis Märkisch-Oderland) bei einem Rbb-Livetalk zum Erstarken der AfD auf Fortschritte in der Migrationspolitik. «Da muss man nicht jeden Tag Hetze betreiben, dass das Land hier untergeht und dass nichts angegangen wird und dass wir kurz vor der Dunkelheit stehen», sagte er.
Vor der Schule, in der das RBB-Bürgergespräch «Wir wollen reden» stattfand, protestierten Menschen gegen die AfD und die Teilnahme des Cottbuser AfD-Landtagsabgeordnete Jean-Pascal Hohm. Im Sommer hatten einige Vermummte in Bad Freienwalde ein Fest für Vielfalt und Toleranz angegriffen. Es gibt Hinweise, dass die Täter aus der rechtsextremistischen Szene kommen.
Der Verfassungsschutz in Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistische Bestrebung ein. In einer Wahlumfrage in Brandenburg aus dem September liegt die AfD bei der Sonntagsfrage mit 34 Prozent vorn.