Brandenburgs BSW-Landeschefin Friederike Benda ist zur stellvertretenden Bundesparteivorsitzenden gewählt worden. Benda erhielt beim Bundesparteitag in Magdeburg nach Angaben des Tagungsleiters 67,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sie war von der früheren Parteispitze für den Posten nominiert worden und war bereits zuvor in der Position.
«Das ist sehr wichtig», sagte Benda der Deutschen Presse-Agentur (dpa) nach Bekanntgabe des Ergebnisses. «Dieser gesamte Parteitag und dieser Ausgang geben Rückenwind, auch für das, was in Brandenburg ansteht.» Brandenburg sei ihr eine «Herzensangelegenheit», so auch das BSW, sagte Benda. Die Verzahnung zwischen Brandenburg und der Bundespartei und das gegenseitige Verständnis, «was Phase ist», könne auch stabilisierend wirken.
In Brandenburg regiert eine Koalition aus SPD und BSW. Sie geriet in den vergangenen Wochen wegen einer Krise der BSW-Fraktion im Landtag ins Schlingern. Vier Abgeordnete traten aus dem BSW aus und gaben als Gründe unter anderem «autoritäre Tendenzen» und eine zunehmende Dominanz radikalisierter Positionen in der Partei an. Einer von ihnen – Reinhard Simon – hat seinen Austritt rückgängig gemacht.