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Brandenburgs AfD wählt Spitze neu in Prenzlau – René Springer tritt wieder an

Brandenburgs AfD-Landesvorsitzender René Springer kandidiert erneut für den Landesvorsitz (Archivbild).  / Foto: Christophe Gateau/dpa
Brandenburgs AfD-Landesvorsitzender René Springer kandidiert erneut für den Landesvorsitz (Archivbild). / Foto: Christophe Gateau/dpa

In Prenzlau wählt die Brandenburger AfD ihre Spitze neu. René Springer tritt erneut an; die Partei wehrt sich gegen die Verfassungsschutz-Einstufung.

Die Brandenburger AfD wählt ihre Spitze bei einem Landesparteitag in Prenzlau am Samstag neu - Landeschef René Springer will wieder kandidieren. Das Ziel sei der Anspruch, bei der nächsten Landtagswahl 2029 die absolute Mehrheit zu erreichen und Brandenburg mit einer AfD-geführten Alleinregierung zu regieren, sagte Springer.

Gegenkandidat ist offen

Der Bundestagsabgeordnete wurde vor zwei Jahren mit 82 Prozent zum neuen Landeschef gewählt, er löste Birgit Bessin ab und stand nach innerparteilichem Streit für einen Neuanfang. Damals war Springer der einzige Kandidat.

Diesmal ist nicht ausgeschlossen, dass es Gegenkandidaten geben könnte. Über eine Kandidatur könne jedes Mitglied frei für sich entscheiden, hieß es bei der Partei. Bisher stand allerdings kein Name fest.

AfD geht gegen Einstufung als rechtsextrem vor 

Der Brandenburger Verfassungsschutz stuft den AfD-Landesverband als rechtsextremistisch ein, die AfD geht dagegen vor. Der 46-jährige Springer, früher persönlicher Referent des damaligen AfD-Landtagsfraktionschefs Alexander Gauland, taucht im Verfassungsschutzbericht 2024 unter anderem mit dem Zitat auf: «Wir werden Ausländer in ihre Heimat zurückführen. Millionenfach. Das ist kein Geheimplan. Das ist ein Versprechen.»

Das Ziel, einen Landrat oder Bürgermeister zu stellen, hat die AfD unter Springer bisher nicht erreicht. Seine beiden Stellvertreter, Landtagsfraktionschef Hans-Christoph Berndt und der Abgeordnete Daniel Freiherr von Lützow treten nach Angaben der Partei in Prenzlau ebenfalls wieder an. Beisitzer Felix Teichner kandidiert nicht erneut für den Vorstand, weil er sich auf den Landratswahlkampf in der Uckermark konzentrieren will.

Delegiertenparteitag statt Mitgliederparteitag

Die strittige Frage eines Mitglieder- oder Delegiertenparteitags geht in Prenzlau weiter. Im November 2025 war die Landesspitze mit der Einführung von Delegiertenparteitagen wie auf Bundesebene gescheitert, weil der Vorschlag beim Parteitag in Brandenburg an der Havel nicht die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit fand.

Landesparteitage sollen künftig als Delegiertenversammlung stattfinden, wenn ein Drittel der 140 Kreisverbände nicht stattdessen die Durchführung als Mitgliederversammlung fordert. Der Grund für die geplante Änderung: Mit wachsender Mitgliederzahl stoßen Landesparteitage immer mehr an organisatorische und praktische Grenzen. Die «Märkische Allgemeine» hatte über die Pläne berichtet.

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