Die Brandenburger SPD dringt nach den schlechten Ergebnissen der Partei bei den jüngsten Landtagswahlen auf schnellere Reformen der schwarz-roten Bundesregierung. «Die brutalen Wahlniederlagen für die SPD dürfen jetzt auf keinen Fall zu Verzagtheit und Selbstbeschäftigung führen», sagte SPD-Generalsekretär Kurt Fischer der Deutschen Presse-Agentur. «Die letzten Monate des Stillhaltens haben uns definitiv nicht geholfen. Ein "Herbst der Reformen", der sich hauptsächlich in Ankündigungen erschöpft hat, war ebenso wenig hilfreich.»
Ministerpräsident und SPD-Landeschef Dietmar Woidke verlangt von seiner Partei eine Rückbesinnung auf die Arbeiter. «Die Herausforderung für die SPD liegt klar auf dem Tisch: die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder stärker zu adressieren und am Ende auch zu erreichen», sagte Woidke der «Märkischen Allgemeinen». Die Partei müsse Perspektiven für den Standort Deutschland aufzeigen. «Das wird ein harter Weg, aber es ist der einzige, der uns wieder aus der Krise führt», sagte Woidke.