Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) blickt im Brandenburger Landtag mit Argwohn auf die drei ehemaligen Abgeordneten, die eine eigene Gruppe gründen wollen. «Die dreiköpfige Jagdgemeinschaft hat es eilig, an das Geld des Steuerzahlers zu kommen», sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Falk Peschel. «Es winken 900.000 Euro pro Jahr, und das in Zeiten einer schwierigen Haushaltslage, in der die Finanzierbarkeit öffentlicher Leistungen vielfach auf der Kippe steht.»
Der fraktionslose Ex-BSW-Landtagsabgeordnete André von Ossowski, der die Gründung der Gruppe «Wir in Brandenburg» vorangebracht hat, zeigt sich eher gelassen. «Ich glaube, wir bereichern dieses Parlament damit», sagte von Ossowski am Donnerstag im Landtag. Alle drei Abgeordnete waren nach der Landtagswahl über das BSW ins Parlament gekommen. Sie hatten Partei und Fraktion aber nach einem Streit verlassen.