Die Landeschefin der Jungen Union (JU) Brandenburg, Laura Strohschneider, tritt von ihrem Amt zurück und verlässt die Partei - aus Kritik am Kurs der CDU von Friedrich Merz. In einer Erklärung an die Mitglieder, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, begründete sie den Schritt mit Kritik am Spitzenpersonal und am Reformkurs der Bundesregierung. Sie schäme sich für die Bundespolitik.
«Dass unserem Spitzenpersonal die Glaubwürdigkeit verloren gegangen ist, ist für mich ein Symptom eines tieferliegenden Problems», heißt es in der Erklärung der 29-Jährigen. «Auch die inhaltliche Richtung, die diese Bundesregierung fährt, ist meines Erachtens nicht die, für die wir Wahlkampf gemacht und für die uns die Wähler ihre Stimme geschenkt haben.»
Die ehemalige JU-Landeschefin kritisierte den Personalumbau von Merz: «Die Personalrochade ist für mich ein Symptom der Glaubwürdigkeitskrise der CDU», sagte sie der dpa. Sie habe auf einen Kurswechsel gehofft. «Diese Chance hat Friedrich Merz aus meiner Sicht nicht genutzt. Im Gegenteil: Die politische Munition, die ihm der Rücktritt von Jens Spahn verschafft hat, hat er gegen die eigene Partei eingesetzt.»