Der Berliner Flüchtlingsrat hat den schwarz-roten Senat anlässlich des Internationalen Frauentags aufgefordert, Flüchtlinge besser vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen. «Geflüchtete Flinta-Personen tragen nicht nur die Last der Verfolgung und der Flucht, sondern auch die der Unsicherheit und Diskriminierung im Exil», teilte er mit.
«Flinta» steht für Frauen, Lesben, intersexuelle, nonbinäre, Trans- und Agender-Personen, also Menschen, die aufgrund ihrer Geschlechteridentität in patriarchalischen Gesellschaften regelmäßig diskriminiert werden. Diese seien in Berlin weiterhin besonderen Risiken ausgesetzt, erklärt der Flüchtlingsrat. «Wer vor geschlechtsspezifischer Verfolgung flieht, braucht hier in Berlin wirksamen Schutz. In Massenunterkünften ist dieser jedoch nicht gewährleistet.»