Aus dem Berliner Senat kommen widersprüchliche Signale zur Zukunft der großen Notunterkunft für Flüchtlinge in Tegel. Während der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) eine Vergrößerung der Einrichtung nicht ausschließt und sogar für wahrscheinlich hält, unterstreicht Integrationssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) ihr Ziel, Tegel zu verkleinern.
«Unser Plan ist, Tegel deutlich zu reduzieren», sagte Kiziltepe im Berliner Abgeordnetenhaus. Erreicht werden solle das durch neue Wohncontainerstandorte in der Stadt, die der Senat im März beschlossen hatte, durch den Bau sogenannter modularer Unterkünfte und die Anmietung von Hotel- und Hostelkontingenten.
Freilich sei es nicht einfach, die künftige Entwicklung der Fluchtbewegungen zu prognostizieren. Deshalb könne sie im Moment auch keinen Zeitpunkt für eine Verkleinerung der Notunterkunft Tegel nennen, so Kiziltepe.