Nach der Wahl eines AfD-Kandidaten zum Bürgermeister in Zehdenick – und damit dem ersten direkt gewählten hauptamtlichen Bürgermeister der Partei in Brandenburg – sprechen Aktivisten gegen Rechtsextremismus von einem Warnsignal für das Land. Am Sonntag war AfD-Kandidat René Stadtkewitz mit 58,4 Prozent der Stimmen im ersten Wahldurchgang zum Bürgermeister der Stadt im Kreis Oberhavel gewählt worden. Damit setzte er sich mit einer klaren Mehrheit gegen seine drei Mitbewerber durch.
Die Wahl eines AfD-Bürgermeisters sei kein isoliertes, lokales Ereignis, teilte der Vorsitzende des Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Rassismus in Potsdam, Thomas Wisch, mit. Die große Zustimmung sei besorgniserregend. «Rechtsextremismus wird zur Normalität in Brandenburg.»