Berlin hat im ersten Halbjahr 2024 weniger ausreisepflichtige Menschen abgeschoben als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Zahlen des Berliner Landesverbands der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hervor. Demnach gab es von Januar bis Juni insgesamt 516 Abschiebungen, 395 davon durch Festnahmen nach Ersuchen des Landesamts für Einwanderung (LEA). Im ersten Halbjahr 2023 wurden 635 Abschiebungen nach 487 erfolgreichen Festnahmen vollzogen.
Einen wesentlichen Grund für den Rückgang um knapp 19 Prozent sieht die Gewerkschaft vor allem in der Fußball-Europameisterschaft, die bei der Polizei Kräfte gebunden hat. So gab es den Angaben zufolge im Juni lediglich 17 Abschiebungen, im Mai waren es 130.