Zwischen 1933 und 1945 entstanden Hunderte deutsche Spielfilme unter Kontrolle der Reichsfilmkammer. Nur ein Teil war offene Propaganda. Der größere Teil unterhielt, sang, liebte, marschierte nebenbei. Gerade darin lag Wirkung. Die Provinz lieferte Wälder, Seen, Kasernen, Schlösser, weiten Himmel. Brandenburgs Orte wurden Bildmaterial für eine Gesellschaft, die sich selbst schöner, tapferer, harmloser sehen sollte, als sie war. Die Dunkelkammer stand in Babelsberg. Und im Reich.
Mit seiner Reihe um den Kriminalpolizisten Gereon Rath schuf Volker Kutscher einen Trend zu Krimis, die in der Weimarer Republik spielen. Seine Bücher waren auch Vorlage für «Babylon Berlin».
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