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Woidke: Neues Berlin-Brandenburger Konzept für Expo nötig

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht bisher noch kein gemeinsames Konzept mit Berlin für eine mögliche Expo. (Archivbild) / Foto: Jens Kalaene/dpa
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht bisher noch kein gemeinsames Konzept mit Berlin für eine mögliche Expo. (Archivbild) / Foto: Jens Kalaene/dpa

Seit mehreren Monaten läuft die Debatte über eine Weltausstellung in Berlin und Brandenburg. Brandenburgs Regierungschef Woidke zeigt sich dafür offen, stellt aber eine klare Bedingung.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht bisher noch kein gemeinsames Konzept mit Berlin für eine Expo in der Hauptstadtregion. «Wenn es eine Brandenburg-Berliner Expo geben würde, würde es zunächst mal ein Berlin-Brandenburger Konzept geben müssen», sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines Termins in Posen (Poznan) in Polen.

«Wir werden uns an keinem Berliner Konzept beteiligen, das habe ich dem Regierenden Bürgermeister gesagt. Wenn es eine Expo gibt für die gesamte Hauptstadtregion, dann muss es hier einen völlig neuen Ansatz geben.» Nach Angaben der Staatskanzlei laufen bereits Gespräche mit Berlin.

Wirtschaft wirbt für Weltausstellung 

Die Debatte über eine Expo in Deutschland hat in diesem Jahr Fahrt aufgenommen. Die bisher letzte Weltausstellung in Deutschland fand im Jahr 2000 in Hannover statt. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) macht sich für eine Weltausstellung stark. «Ein klares Ja zu Olympia und auch ein klares Ja zur Expo in Schönefeld», sagte er am 18. Mai mit Betonung auf Schönefeld. «Hier sind wir in Gesprächen mit Brandenburg», sagte er.

Auch die Wirtschaft in Berlin und Brandenburg wirbt für eine Expo in der Hauptstadtregion. Die ostdeutschen Industrie- und Handelskammern (IHK) sehen darin eine Chance. «Sie kann der Motor sein, um langfristige Ziele in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Nachhaltigkeit entscheidend voranzutreiben», schrieben die Brandenburger IHKs im Dezember an Woidke. In Berlin macht sich die Expo 2035 Berlin GmbH, getragen vor allem von der Wirtschaft, dafür stark. Sie sieht das frühere Flughafengelände in Tegel, den Cleantech Park in Marzahn und Flächen rund um den BER als geeignet an.

Bewerbung müsste noch 2026 stehen

Eine Bewerbung für eine Expo in Deutschland müsste die Bundesregierung beim Bureau International des Expositions (BIE) in Paris einreichen. Nach Angaben der Expo 2035 Berlin GmbH muss das im Laufe dieses Jahres passieren. 2028 werde die BIE-Generalversammlung dann über den Austragungsort der Expo 2035 entscheiden. Was feststeht: Berlin bewirbt sich für die Olympischen und Paralympischen Spiele – dabei sind Brandenburg und weitere Partnerländer. Die Debatte über Olympische Spiele und eine mögliche Expo findet vor dem Hintergrund knapper Kassen statt.

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