Die Chancen und Risiken einer möglichen Bewerbung für eine Expo 2035 werden in Berlin und Brandenburg bisher unterschiedlich beurteilt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verweist auf Milliardenkosten, Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) auf die Chancen.
«Was eine Expo betrifft, kann eine Expo ein erfolgreiches Projekt sein - kann, muss aber nicht», sagte Woidke nach einer Sonderkonferenz der Ost-Regierungschefs am Donnerstag am Flughafen BER. «Wir reden bei einer Expo über ein Milliardenprojekt, ein Projekt, das Milliarden Euro kosten wird, Milliarden Euro des Steuerzahlers.» Es sei nötig, gut zu prüfen, ob die Expo «mehr bringt als beispielsweise diese Milliarden in Verkehrsinfrastruktur», sagte er mit Blick auf das Investitionspaket des Bundes.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zeigte sich zuversichtlich: «Ich glaube, dass eine Expo eine große Chance für die Metropolregion Berlin-Brandenburg ist.» Eine mögliche Bewerbung für eine Weltausstellung 2035 ist noch offen. Berlin und Brandenburg prüfen derzeit laut Wegner, welcher Standort geeignet ist und wie man eine Expo umsetzen kann. Zur Arbeitsgruppe gehören Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), Finanzsenator Stefan Evers (CDU), Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) und Finanzminister Daniel Keller (SPD) aus Brandenburg.