Nach Vergewaltigungsvorwürfen in einem Jugendzentrum in Berlin-Neukölln fordert Jugendsenatorin Katharina Günther-Wünsch personelle Konsequenzen. Die Leiterin sowie die Mitarbeiter des Jugendamtes müssten aus ihrer Sicht bis zur Aufklärung der Vorgänge freigestellt werden, erklärte die CDU-Politikerin im Bildungsausschuss. Sie forderte, die zuständige Bezirksstadträtin Sarah Nagel (Linke) auf, dies zu veranlassen. «Weil momentan im Raum steht, dass bewusst Rechtsgrundlagen im Sinne des Kinderschutzes eines minderjährigen Mädchens missachtet worden sind», sagte Günther-Wünsch.
Nach Angaben der Senatorin gab es am Mittwoch in ihrem Haus unter Leitung von Jugendstaatssekretär Falko Liecke (CDU) ein Gespräch unter anderem mit dem Bezirk, der Jugendamtsleiterin, Mitarbeitern des Trägers sowie der zuständigen Polizei. «Es ist sehr deutlich geworden, dass die Grundlagen des Kinderschutzes, auch Rechtsgrundlagen, deutlich missachtet worden sind», erklärte die Senatorin dazu. Ihr Ressort habe im Nachgang zu dem Gespräch Fragen. Diese würden dem Bezirk und der Einrichtung gestellt.