Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel haben die Weitergabe einer Namensliste von Verdächtigen aus der Silvesternacht verurteilt. Das Durchstechen sei «inakzeptabel», betonte die Polizeipräsidentin im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. «Ich verurteile diese unzulässige Weitergabe aufs Schärfste», sagte Spranger. Solche Handlungen würden das Vertrauen in die staatlichen Institutionen untergraben.
Das Landeskriminalamt ermittelt zu dem Fall. «Nius» hatte in der vergangenen Woche eine Liste mit Vornamen von Verdächtigen veröffentlicht. Das Portal des früheren «Bild»-Chefredakteurs Julian Reichelt gab an, die Liste aus Sicherheitskreisen erhalten zu haben. Die Polizei bezeichnete es als inakzeptabel, dass «offenbar illegal Namenslisten von Tatverdächtigen» herausgegeben wurden. Die Liste basiert offenbar auf Daten von Menschen, die in der Silvesternacht vorläufig festgenommen wurden.