Mit zusätzlichem Geld und speziellen Kleidungsstücken sollen Beschäftigte in den Berliner Gefängnissen besser vor Gewalt von Häftlingen geschützt werden. Den Vollzugsanstalten wurden jeweils 10.000 Euro zusätzlich zur Verbesserung der Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt, wie die Senatsjustizverwaltung auf Anfrage mitteilte.
Zudem werde derzeit ein «stichsicherer Schal» von einigen Bediensteten im Gefängnis Moabit getestet. Aufgrund von deren Erfahrungen soll entschieden werden, ob solche Schals künftig generell zur Ausrüstung gehören sollen, wie es hieß.
Zu der gehören derzeit unter anderem Westen, Handschuhe, Helme und Schutzschilde, die insbesondere bei planbaren Einsätzen genutzt werden, wenn mit Gewalt von Insassen gerechnet wird. Um schnell bei Übergriffen reagieren zu können, haben die Bediensteten unter anderem Funkgeräte, um schnell Kolleginnen und Kollegen zu Hilfe rufen zu können. Bei Angriffen können - je nach Lage - auch Pfefferspray und Hiebwaffen eingesetzt werden.
Wie es um den Schutz der Bediensteten im Justizvollzug steht, wollen die Rechtsexperten der Fraktionen heute im Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses thematisieren.