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Polizei zerschlägt mutmaßliches Geldwäsche-Netzwerk

Razzia in drei Bundesländern: Ermittler gehen gegen ein kriminelles Netzwerk vor. Der Verdacht: Geldwäsche in Millionenhöhe.

Mit einem länderübergreifenden Einsatz ist die Polizei gegen ein mutmaßliches Netzwerk internationaler Geldwäscher vorgegangen. Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) durchsuchten Einsatzkräfte heute mehr als 20 Wohn- und Geschäftsobjekte in Brandenburg, Berlin und Sachsen. Das teilten das Polizeipräsidium Potsdam und die Staatsanwaltschaft mit. Es geht um den Verdacht der Geldwäsche in Millionenhöhe. 

Ein 41 Jahre alter Hauptbeschuldigter aus Brandenburg, gegen den bereits im Vorfeld ein Haftbefehl erwirkt wurde, konnte festgenommen werden. Ihm und fünf weiteren mutmaßlichen Mittätern wird vorgeworfen, ein Netzwerk aus Scheinfirmen und ein Geflecht aus Konten errichtet zu haben. 

Fahrzeuge und anderes Vermögen sichergestellt

Darüber habe die organisierte Kriminalität Gelder in Millionenhöhe aus illegalen Quellen verschleiern und in den legalen Wirtschaftskreislauf schleusen können, teilte die Polizei mit. Bei den Durchsuchungen konnten demnach Datenträger, Fahrzeuge, Vermögenswerte und Geschäftsunterlagen beschlagnahmt werden. An den Ermittlungen waren neben dem Landeskriminalamt auch Zoll- und Steuerfahnder beteiligt sowie weitere Behörden, darunter die Finanzaufsicht Bafin. 

«Dieser Ermittlungserfolg ist das Ergebnis einer intensiven und hochkomplexen Zusammenarbeit zahlreicher Behörden», sagte Brandenburgs Polizeipräsident Oliver Stepien auf Anfrage. «Die bisherigen Erkenntnisse zeigen, mit welchem Aufwand und welcher Professionalität hier versucht wurde, wirtschaftliche Strukturen gezielt zu missbrauchen. Finanzkriminalität ist kein Kavaliersdelikt.»

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