Abschied von den Papierbergen in der Justiz: Die elektronische Akte ist inzwischen bei allen Gerichten und Staatsanwaltschaften in Brandenburg eingeführt. Justizminister Benjamin Grimm (SPD) sagte am Landgericht Potsdam, mit der flächendeckenden Einführung der E-Akte zum Jahreswechsel sei ein Meilenstein erreicht. Zudem seien Sitzungssäle in Brandenburg mit Bildschirm- und Videotechnik ausgestattet.
«Wir müssen keine Akten mehr aus dem Haus schleppen», sagte der Präsident des Landgerichts Potsdam, Holger Matthiessen. Früher sei er mit dem Rollkoffer voller Akten unterwegs gewesen, heute arbeite er mit Laptop und könne Urteile auch zuhause digital unterzeichnen. Laut Justizministerium wurden im Zuge der Umstellung auf die E-Akte 4.300 Notebooks und 10.000 Monitore angeschafft.