Die Sozialgerichte in Berlin und Brandenburg verzeichnen eine deutliche Zunahme von Verfahren. Damit liegen sie nach Angaben des Deutschen Richterbundes im bundesweiten Trend: Zum ersten Mal seit dem Jahr 2021 gab es bundesweit insgesamt wieder mehr als 300.000 neue Fälle, wie es hieß. «Vermehrte Streitfälle ums Bürgergeld oder um Ansprüche aus der Sozialversicherung treiben die Fallzahlen deutlich nach oben», sagte der Bundesgeschäftsführer des Richterbundes, Sven Rebehn, der Deutschen Presse-Agentur.
Er bezieht sich auf Zahlen einer aktuellen Umfrage der Deutschen Richterzeitung, die vom Richterbund herausgegeben wird, bei den Landessozialgerichten. Demnach stieg die Zahl der Klagen bei den bundesweit 68 Sozialgerichten im Vergleich zum Jahr 2024 im Schnitt um 10 Prozent auf mehr als 263.500. Die Eilverfahren, bei denen es um einen einstweiligen Rechtsschutz geht, schnellten um 47 Prozent auf fast 40.000 Fälle (2024: 26.995) nach oben.