Die zunehmende Digitalisierung der Gerichte erfordert aus Sicht von Berlins Kammergerichtspräsidentin Andrea Diekmann besondere Anstrengungen und Investitionen beim Thema Sicherheit. «Ein starker, wehrhafter Rechtsstaat kann nur funktionieren, wenn die Justiz funktionsfähig ist. Auch deswegen ist für mich das Thema Informationssicherheit eines, das mir besonders wichtig ist», sagte Diekmann der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die gestiegene Gefahr von Hackerangriffen.
Die in Nordrhein-Westfalen geborene Juristin führt seit Ende 2024 Berlins höchstes Gericht für Straf- und Zivilrecht, das eines der größten Oberlandesgerichte Deutschlands ist. Die 62-Jährige kehrte damit an ihre alte Wirkungsstätte zurück: Bevor Diekmann im Jahr 2020 Präsidentin des Landgerichts Frankfurt (Oder) wurde, war sie mehr als vier Jahre Vizepräsidentin des Kammergerichts. In diese Zeit fiel ein Cyberangriff mit weitreichenden Folgen für den Justizbetrieb in Berlin.