Im Prozess wegen des Verdachts der Russland-Spionage sagt eine FBI-Agentin aus Amerika vor dem Berliner Kammergericht aus. Die Beamtin der US-Bundespolizei soll schildern, wie sich die Befragung des mitangeklagten Geschäftsmannes Arthur E. in den USA vor seiner Festnahme in Deutschland abspielte. Zu Beginn der Befragung am mittlerweile 73. Verhandlungstag blieb dabei unklar, warum der 33-Jährige ins Visier der FBI-Agenten geriet.
Hauptangeklagter ist ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND). Die Bundesanwaltschaft wirft Carsten L. (54) und seinem mutmaßlichen Komplizen Landesverrat in besonders schwerem Fall vor. Mitten im Ukraine-Krieg sollen sie 2022 geheime Dokumente und Informationen aus dem deutschen Auslandsnachrichtendienst an den russischen Inlandsgeheimdienst FSB gegeben haben. Dafür sollen sie laut Anklage einen «Agentenlohn» von 450.000 Euro beziehungsweise 400.000 Euro erhalten haben.