Nach einem Schmuggel von mehr als einer Tonne Marihuana in einer Kokosnuss-Lieferung stehen fünf Männer vor dem Berliner Landgericht. Ein 69-Jähriger gilt als Drahtzieher. Er soll laut Anklage die Fracht, die in einem Überseecontainer von Thailand zum Hamburger Hafen und dann per Lastkraftwagen weiter nach Berlin gegangen sei, bestellt haben. Die 36- bis 41-jährigen Mitangeklagten hätten sich gegen Entgelt am Entladen beteiligt.
Dem Hauptangeklagten, der mit einem gesondert verfolgten Mittäter agiert haben soll, wird gemeinschaftlicher Handel mit Cannabis in nicht geringer Menge zur Last gelegt. Den weiteren Angeklagten wird Beihilfe vorgeworfen. Drei dieser Männer gestanden zu Prozessbeginn. Sie seien für einen Lohn von jeweils 5.000 Euro für das Entladen angeheuert worden. «Ein verlockendes Angebot, das wir leider nicht abgelehnt haben», erklärte ein 38-Jähriger.