CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hat sich für eine umfassende Überwachung von Gefährdern mit technischen Mitteln ausgesprochen. «Der Umgang mit Gefährdern gehört insgesamt auf den Prüfstand. Wir haben neue Möglichkeiten, die bislang noch nicht ausreichend genutzt werden», sagte der Finanz- und Kultursenator der «Berliner Morgenpost». «Die Hürden für den Einsatz von Fußfesseln müssen abgesenkt werden. Gefährder müssen mit modernsten Mitteln rund um die Uhr beobachtet werden.»
Dabei könne die KI-gestützte Auswertung von Positionsdaten helfen. «Datenschutzbedenken überzeugen mich nicht. In anderen Ländern ist das schließlich auch möglich», so der Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im September.
Er sei im Regenbogenkiez am Nollendorfplatz gewesen. «Da sagte mir jemand, er fühle sich im Schwulenviertel in São Paulo sicherer als in Berlin. Dort gebe es eine lückenlose KI-basierte Videoüberwachung», berichtete Evers. Das habe dazu geführt, dass es dort 80 Prozent weniger Übergriffe gibt. «Wir sollten uns nicht scheuen, moderne technologische Möglichkeiten auch zu nutzen. Datenschutz darf nicht zum Täterschutz werden», sagte Evers.