Das Berliner LKA hat den Ablauf der Überwachung des späteren islamistischen Attentäters Abdul B. in Details geschildert. Am 12. Januar 2026 sei Abdul B. von der Polizei als Gefährder eingestuft worden, sagte LKA-Vizechef Stefan Redlich im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Daraufhin habe sich auch das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum GTAZ mit dem Fall befasst.
Auf die Frage nach der Anzahl der ähnlich gefährlichen Islamisten, die Kontakte zum IS hätten und in die Kategorie «Hochrisikofall» gehören, sprach Innensenatorin Iris Spranger (SPD) von einer einstelligen Zahl.
Redlich vom LKA erklärte, am 6. Mai habe man sich darauf vorbereitet, was man unternehme, wenn Abdul B. nach einem am 12. Mai erwarteten Urteil aus der Untersuchungshaft entlassen werde. Dazu sei eine Einsatzgruppe gebildet worden, sagte Redlich.
Beschlossen worden sei dann, dass das für Überwachungen zuständige MEK (Mobiles Einsatzkommando) Abdul B. nach seiner Entlassung für sechs Tage in zwei Schichten besonders eng observiere, um den Ablauf seines Tages festzustellen. Redlich betonte aber: «Das ist nicht geeignet, um jemanden in den Arm zu fallen, wenn er etwas tut. Die Observation ist nur ein Baustein von sehr vielen.»