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Charité nimmt Ebola-Patient aus Demokratischer Republik Kongo in Sonderisolierstation auf

Der US-amerikanische Ebola-Patient aus dem Kongo kommt an der Charité an / Foto: Christophe Gateau/dpa
Der US-amerikanische Ebola-Patient aus dem Kongo kommt an der Charité an / Foto: Christophe Gateau/dpa

Ein Amerikaner, der sich im Kongo mit dem Ebola-Virus angesteckt hat, ist jetzt zur Behandlung in einer geschützten Isolierstation der Charité. Angaben zu seinem Zustand werden vorerst nicht gemacht.

In der Berliner Charité läuft die Betreuung des in der Nacht aufgenommenen US-Amerikaners mit einer Ebola-Infektion an. Die Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte kümmerten sich jetzt um die medizinische Diagnostik und Versorgung, hieß es auf Anfrage in einer gemeinsamen Stellungnahme des Bundesgesundheitsministeriums und der Charité. «Zum jetzigen Zeitpunkt äußern wir uns nicht zum Gesundheitszustand des Patienten.» Er befindet sich in der besonders geschützten Sonderisolierstation des Universitätsklinikums. 

Der Amerikaner hatte sich in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Ebola-Virus angesteckt. Er war nach einem Hilfeersuchen der USA an die Bundesregierung zur Behandlung nach Berlin ausgeflogen worden. Um kurz vor 3.00 Uhr am Mittwochmorgen erreichte dann ein speziell ausgestatteter Krankentransporter den Klinikbereich. Eskortiert wurde er von Motorrädern und Autos der Polizei sowie Fahrzeugen der Feuerwehr und Krankenwagen. 

Kommen auch Kontaktpersonen des Patienten? 

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) dankte allen Beteiligten für den Transport und die Versorgung in der Charité. «Dem Patienten wünsche ich alles erdenklich Gute für seine Gesundheit», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Deutschland verfüge über ein leistungsfähiges Versorgungsnetzwerk, auch für Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten. «Sie werden bestmöglich versorgt - und wir wahren dabei die höchsten Sicherheitsvorkehrungen.»

Ob möglicherweise auch sechs Kontaktpersonen des Patienten nach Deutschland kommen könnten, wovon nach US-Angaben bereits die Rede war, blieb zunächst offen. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer sagte, er habe dazu «derzeit nichts anzukündigen». Zu weiteren Hilfeersuchen an Deutschland habe er ebenfalls im Moment nichts anzukündigen.

Besonders geschützte Station 

Die Sonderisolierstation der Charité auf dem Campus Virchow-Klinikum ist eine geschlossene und geschützte Einheit getrennt vom regulären Klinikbetrieb, so dass kein Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten entstehen kann. Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. 

Der Ebola-Ausbruch im Kongo breitet sich derzeit stark aus. Laut Auswärtigem Amt hält sich derzeit eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Staatsbürger in dem Land mit siebenfacher Fläche Deutschlands auf. Im benachbarten Uganda habe sich eine mittlere dreistellige Zahl Deutscher in der Krisenvorsorgeliste «Elefand» registriert. Für Bundesbürger im Ausland gibt es keine Meldepflicht.

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