Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt bislang nicht zu den zwei Todesfällen nach dem Befall mit Legionellen in einem Seniorenwohnhaus in Berlin-Tegel. Das teilte ein Behördensprecher auf Anfrage mit. Auch bei der Polizei gibt es kein sogenanntes Todesermittlungsverfahren.
Das zuständige Gesundheitsamt Reinickendorf geht unterdessen davon aus, dass die Legionellen zu den beiden Todesfällen führten. «Der Tod an einer durch Legionellen hervorgerufenen Lungenentzündung ist meldepflichtig, insofern erübrigt sich die Untersuchungsnotwendigkeit durch das Gesundheitsamt, der Zusammenhang ist in solchen Fällen evident und sicher», sagte Amtsleiter Patrick Larscheid. Zuvor hatten «Tagesspiegel» und RBB berichtet.
Die landeseigene Wohnungsgesellschaft Berlinovo, die das Haus betreibt, teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: «Der Berlinovo liegen Stand heute keine Erkenntnisse vor, dass die Todesursachen im direkten Zusammenhang mit den Legionellen stehen.» Der Legionellen-Befall war aufgefallen, weil fünf Mieter ins Krankenhaus kamen. Zwei von ihnen starben, drei wurden wieder entlassen.