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Brandenburg: Zwei Drittel bewerten Pflegesituation als schlecht – Finanzierung und Personalmangel dominieren

Die DAK fordert angesichts der Ergebnisse eine Reform des Pflegesystems. (Symbolbild) / Foto: Marijan Murat/dpa
Die DAK fordert angesichts der Ergebnisse eine Reform des Pflegesystems. (Symbolbild) / Foto: Marijan Murat/dpa

Rund zwei Drittel in Brandenburg halten die Pflegesituation für schlecht; 73% nennen hohe Kosten und Personalmangel als Hauptprobleme.

Viele Menschen in Brandenburg blicken skeptisch auf die Pflege. Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit für den DAK-Pflegereport empfinden zwei Drittel der Befragten die Situation in der Pflege als nicht gut oder gar nicht gut. Rund 44 Prozent gehen davon aus, dass sich die Lage in den kommenden zehn Jahren weiter verschlechtert.

Wie im Bund sehen die Befragten in Brandenburg die größten Probleme im Bereich der Finanzierung: 73 Prozent nennen an erster Stelle die hohen Kosten für Pflegebedürftige und ihre Familien bei stationärer Pflege. Ebenso viele bewerten Personalmangel und fehlende Pflegekräfte als größtes Problem. Entsprechend würden 92 Prozent der Befragten es als wichtigstes Ziel ansehen, die Pflege für alle Menschen bezahlbar zu machen. 

DAK will Reformen

Anke Grubitz, Landeschefin der DAK-Gesundheit, forderte angesichts der Ergebnisse eine Reform mit einer strukturellen Neuausrichtung der Pflegeversicherung. «Die Ergebnisse der Allensbach-Befragung sind ein Weckruf an die Politik in Bund und Ländern. Das Vertrauen der Menschen in die Pflege muss gestärkt und die bekannten Probleme in der Finanzierung und Versorgung müssen gelöst werden», erklärte Grubitz.

Die DAK-Gesundheit zählt laut eigenen Angaben über 250.000 Versicherte in Brandenburg und ist die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands.

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