Mehr als fünf Jahre nach dem Beginn der Corona-Krise möchte sich Brandenburg besser auf Krisen vorbereiten. Dazu müsse der Landespandemieplan überarbeitet werden, sagte der Referatsleiter für Infektionsschutz im Gesundheitsministerium, Ulrich Widders, in einer Sitzung der Corona-Expertenkommission des Landtags. Wenn die Ergebnisse des Nationalen Pandemieplans auf Bundesebene vorlägen, werde der Plan an neue Gegebenheiten angepasst. Im Landesplan geht es bisher etwa um Maßnahmen zum Bevölkerungsschutz und zur medizinischen Versorgung.
Die scheidende Leiterin des Öffentlichen Gesundheitsdienstes der Landeshauptstadt Potsdam, Kristina Böhm, hält eine bessere Vorbereitung für notwendig. «Wir müssen das ganze Thema Zivilschutz, Katastrophenschutz, Infektionsschutz gemeinsam denken», sagte Böhm. Die Grundlage für alles sei gute Vorbereitung, Material in der Vorhaltung - «und dass wir üben». Der Pandemieplan sei in der Corona-Krise nicht relevant gewesen, Erfahrungswerte hätten eher das Handeln bestimmt.