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Revolutionärer 1. Mai in Berlin: Polizei rechnet mit überwiegend friedlichem Verlauf

Die Polizei ist seit der Walpurgisnacht wegen Demonstrationen im Einsatz. Bleibt die große 1. Mai-Demonstration in Kreuzberg und Neukölln weitgehend gewaltfrei?  / Foto: Carsten Koall/dpa
Die Polizei ist seit der Walpurgisnacht wegen Demonstrationen im Einsatz. Bleibt die große 1. Mai-Demonstration in Kreuzberg und Neukölln weitgehend gewaltfrei? / Foto: Carsten Koall/dpa

Bei der Revolutionären-1.-Mai-Demo in Berlin werden bis zu 20.000 Teilnehmer erwartet. Die Polizei (rund 5.000 Kräfte) rechnet mit überwiegend friedlichen Protesten.

Bei der Demonstration «Revolutionärer 1. Mai» von linken und linksradikalen Gruppen am Abend in Berlin rechnet die Polizei nicht mit großen Gewaltausschreitungen. «Wir sind gut aufgestellt und auf alles vorbereitet», sagte Polizeisprecher Florian Nath am Mittag. «Wir rechnen nicht mit größeren Störungen und Zwischenfällen.» Erwartet werden bis zu 20.000 Demonstranten. Eine Vermummung ist nicht verboten - anders als das Abbrennen von Pyrotechnik. 

In den vergangenen Jahren war das Gewaltpotenzial bei der Demo «Revolutionärer 1. Mai» gesunken. Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel sagte, sie habe den Eindruck, dass der Trend der vergangenen Jahre in Richtung zusehends friedlicher Demonstration und Feiern in den Parks gehe. 

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Stephan Weh, sagte bei der Plattform X: «Der 1. Mai in Berlin ist wie immer eine große Herausforderung.» Erst wenn alle Einsatzkräfte gesund nach Hause gingen, sei es ein erfolgreicher 1. Mai gewesen.

Bundespolizei-Gewerkschaft: «Robust eingreifen»

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, sagte der «Rheinischen Post»: «Die Berliner Polizei ist mit gut 5.000 Kräften im Einsatz. Klar ist, bei gewalttätigen Ausschreitungen robust einzugreifen.» 

Die Polizei ist auch mit viel Ausrüstung auf den Großeinsatz vorbereitet. Dazu gehören Drohnen, Hubschrauber, Boote, Wasserwerfer und Klettereinheiten. Die Themen der großen Demonstration am Abend mit der Beteiligung vieler linker Gruppen, die durch Kreuzberg und Neukölln ziehen, seien etwa: Pro Palästina, Anti-Militarismus, Wehrpflicht, Anti-Kapitalismus und die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks, hieß es vom Landeskriminalamt (LKA) und der Abteilung für Extremismus.

Der «Spiegel» zitiert eine interne Lageeinschätzung der Polizei, wonach auch der sogenannte anarchistische Block - meist schwarz gekleidet und vermummt - im Fokus der Polizei stehe. Hinweise auf «gezielte Gewaltstraftaten» aus dieser Gruppe der Demo lägen allerdings nicht vor, heißt es in dem Bericht. Der Sprecher der Polizei wollte sich zu dem internen Papier nicht näher äußern.

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