Bei der Demonstration «Revolutionärer 1. Mai» von linken und linksradikalen Gruppen am Abend in Berlin rechnet die Polizei nicht mit großen Gewaltausschreitungen. «Wir sind gut aufgestellt und auf alles vorbereitet», sagte Polizeisprecher Florian Nath am Mittag. «Wir rechnen nicht mit größeren Störungen und Zwischenfällen.» Erwartet werden bis zu 20.000 Demonstranten. Eine Vermummung ist nicht verboten - anders als das Abbrennen von Pyrotechnik.
In den vergangenen Jahren war das Gewaltpotenzial bei der Demo «Revolutionärer 1. Mai» gesunken. Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel sagte, sie habe den Eindruck, dass der Trend der vergangenen Jahre in Richtung zusehends friedlicher Demonstration und Feiern in den Parks gehe.
Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Stephan Weh, sagte bei der Plattform X: «Der 1. Mai in Berlin ist wie immer eine große Herausforderung.» Erst wenn alle Einsatzkräfte gesund nach Hause gingen, sei es ein erfolgreicher 1. Mai gewesen.