Logo DieBrandenburger News
Nachrichten / Gesellschaft

Aktivistin der Klimaschutzgruppe Letzte Generation zieht vor das Bundesverfassungsgericht

Aktivistin der Klimaschutzgruppe Letzte Generation zieht vor das Bundesverfassungsgericht
Verfassungsbeschwerde gegen Verurteilung nach einer Sitzblckade der Letzten Generation / Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Von: DieBrandenburger News
Nach hunderten Straßenblockaden durch Klimaschützer folgten inzwischen zahlreiche Verurteilungen. Das wollen die Betroffenen nicht immer akzeptieren und pochen auf ihr Demonstrationsrecht.

Eine weitere Berliner Aktivistin der Klimaschutzgruppe Letzte Generation zieht nach ihrer Verurteilung wegen einer Straßenblockade vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Die Frau habe vor einigen Tagen Verfassungsbeschwerde eingelegt, teilte der Rechtshilfe-Verein «Rückendeckung für eine aktive Zivilgesellschaft», der die Frau unterstützt, mit. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bestätigte den Eingang.

Die Frau hatte im September 2023 an einer Sitzblockade in Berlin teilgenommen. Das Amtsgericht verurteilte sie wegen Nötigung, das Landgericht bestätigte das Urteil, die höchste Berliner Instanz, das Kammergericht, lehnte eine Revision ab. 

Die Frau und ihre Anwälte und Unterstützer argumentieren nun, die Bestrafung von Sitzblockaden durch die bisherige Rechtsprechung schränke die verfassungsrechtlich garantierten Grundrechte auf Demonstrationsfreiheit unverhältnismäßig ein. Eine Strafbarkeit der Blockaden sei keineswegs zwingend, weil sie eine zentrale Rolle als gewaltfreie Störungen des Alltags für den Hinweis auf drohende Gefahren spielten. 

DieBrandenburger News
Artikel von

DieBrandenburger News

DieBrandenburger News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.