Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer ist mit der Mevlüde-Genç-Medaille des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ehrte die 102-jährige Zeitzeugin am Dienstag im Bode-Museum in Berlin für ihre besonderen Verdienste im Kampf gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus.
«Margot Friedländer hat die Arbeit gegen das Vergessen zu ihrem Herzensanliegen gemacht - aus entsetzlicher eigener Erfahrung in der Zeit des Nationalsozialismus», würdigte Wüst das Engagement der gebürtigen Berlinerin. «Unermüdlich nimmt sie es auf sich, von den Schrecken der Vergangenheit zu erzählen und so dazu beizutragen, dass das, was passiert ist, nie wieder passieren kann.»
Sie spreche für die Menschen, die nicht mehr sprechen können, lobte Wüst. Als unerschütterliche Kämpferin gegen Hass und Ausgrenzung habe sie viele Herzen und Köpfe erreicht - insbesondere junger Menschen. «Sie ist ein Vorbild für uns alle, sie lehrt uns wie keine Zweite die Kraft aufzubringen für Vergebung, Hoffnung und Toleranz.»