Um im neuen Schuljahr die Abschlüsse in Brandenburg trotz des Lehrkäftemangels zu gewährleisten, sind dem Bildungsminister zufolge «einige schmerzhafte Maßnahmen notwendig». Dazu zähle, dass Schulen etwa vorübergehend Förderstunden reduzieren, Arbeitsgemeinschaften aussetzen oder auf Antrag auch von der vorgegebenen Stundentafel abweichen dürften, sagte Gordon Hoffmann (CDU) bei einer Pressekonferenz zum Schulauftakt in Cottbus.
Eine Ausnahmegenehmigung gelte übergangsweise, um einzelne Stunden zu reduzieren und könne von den Schulen beim Ministerium beantragt werden, so Hoffmann. Möglich sei das nur im Wahlpflichtbereich und nicht bei den Kernfächern wie etwa Deutsch und Mathematik. Außerdem nur in der Sekundarstufe 1, also den Klassenstufen 7 bis 10. «Das ist alles andere als schön, aber es gibt keine einfachen Lösungen.» Die Unterrichtsangebote, die für Abschlüsse entscheidend seien, sollen priorisiert werden.