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Brandenburg: Eltern warnen vor Unterrichtsausfällen wegen drohendem Lehrermangel

Der Landeselternrat Brandenburg reagiert auf die Ankündigung von Bildungsminister Gordon Hoffmann nach einem verschärften Lehrermangel (Archivbild). / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Der Landeselternrat Brandenburg reagiert auf die Ankündigung von Bildungsminister Gordon Hoffmann nach einem verschärften Lehrermangel (Archivbild). / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Landeselternrat fordert mehr Mittel im Haushalt: Bei erwartetem Lehrermangel und Stellenkürzungen drohen zahlreiche Unterrichtsausfälle.

Brandenburgs Eltern befürchten wegen der drohenden Verschärfung des Lehrermangels im kommenden Schuljahr negative Konsequenzen für den Unterricht. Der Landeselternrat appelliert daher an die SPD/CDU-Koalition, bei der Aufstellung des künftigen Haushalts genug Mittel zu veranschlagen. «Das Wichtigste ist, dass der Haushalt so sein muss, dass in die Bildung investiert wird», sagte Sprecher Matthias Knoll der Deutschen Presse-Agentur. Er hofft auf eine Abfederung fehlender Lehrer: «Es gibt ja vielleicht noch eine Lösung, Seiteneinsteiger doch zu gewinnen.»

Minister erwartet größten Lehrermangel

Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) hatte angekündigt, dass das Land vor dem bisher größten Lehrerdefizit steht. «Wir werden im nächsten Schuljahr den absoluten Peak (Höhepunkt) erleben mit den höchsten Schülerzahlen in Brandenburg und dem größten Lehrermangel», sagte er am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags. Er könne nicht garantieren, die Absicherung der Stundentafel zum nächsten Schuljahr im bisherigen Maße hinzubekommen.

Landeselternrat sieht Stundentafel in Gefahr

Der Landeselternrat zeigte sich besorgt. «Zwar sieht der Koalitionsvertrag die Schaffung von 250 zusätzlichen Stellen vor, mit dem Ziel, die Schüler-Lehrer-Relation stabil zu halten», heißt es in einem internen Schreiben. «Doch Stabilisierung allein reicht nicht aus – notwendig ist eine spürbare Verbesserung. Bereits jetzt fallen rund zwei Millionen Unterrichtsstunden aus oder können nicht planmäßig stattfinden. Wir sehen daher die Sicherung der Stundentafel in ernster Gefahr.» Die Eltern warben für die Volksinitiative «Unterricht statt Ausfall».

Die Zahl der Lehrerstellen im Haushalt 2025 war um 345 Vollzeitstellen gesunken. Dazu müssen die meisten Lehrerinnen und Lehrer seit dem zweiten Schulhalbjahr eine Stunde pro Woche mehr unterrichten. Das hatte zu Protest geführt. Wegen der Stellenkürzungen konnten im vergangenen Schuljahr laut Hoffmann sehr viele Seiteneinsteiger nicht eingestellt werden.

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