Lästern, Anschreien, Schlagen, Erpressen, Bedrohen - Gewalt in Berliner Schulen kennt viele Varianten. Und dabei geht es nicht um Ausreißer. Immer häufiger werden Gewalt und Mobbing außerdem auch zum Problem an Grundschulen, wie aus einer umfassenden Studie mit wissenschaftlicher Begleitung hervorgeht, die Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch vorgestellt hat. Die Daten seien ein deutliches Warnsignal, sagte die CDU-Politikerin.
Nach der repräsentativen Befragung für das «Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer» durch das Institut für Demoskopie Allensbach nehmen 38 Prozent der Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiter Gewalt unter Schülern als großes Problem wahr, 18 Prozent sogar als sehr großes Problem.
Das deckt sich mit den Angaben der Schülerinnen und Schüler. Das Spektrum der Gewalterlebnisse reicht dabei von Beleidigungen bis hin zu Treten, Schlagen und Verprügeln. Deutlich wird das vor allem in den Antworten auf die Frage nach entsprechenden Erfahrungen in diesem oder im vergangenen Schuljahr von Jugendlichen aus der neunten Klasse, in der Gewalterfahrungen besonders häufig sind.