Die Arbeitsgemeinschaft Schwule Lehrer in der GEW Berlin hat den Umgang mit dem schwulen Pädagogen Oziel Inácio-Stech kritisiert. Zur Fürsorgepflicht der Vorgesetzten gehöre, sich in solch einem Fall schützend, unterstützend und entschieden vor den betroffenen Kollegen zu stellen, teilte die AG mit. «Dies ist in keiner Phase des Vorgangs erfolgt.»
Inácio-Stech ist als pädagogische Unterrichtshilfe an der Carl-Bolle-Grundschule in Berlin-Moabit beschäftigt und wurde nach eigenen Angaben wegen seiner Homosexualität monatelang von Schülerinnen und Schülern gemobbt, beschimpft und beleidigt. Er beklagt außerdem Mobbing und falsche Vorwürfe durch eine Kollegin sowie mangelnde Unterstützung durch Schulleitung, Schulaufsicht und Bildungsverwaltung. Inácio-Stech ist seit mehreren Monaten krankgeschrieben.