Die Stiftung Berliner Mauer will anlässlich des 35. Jahrestags des Mauerfalls die europäische Dimension der politischen Umbrüche 1989 in den Blick nehmen und dabei insbesondere eng mit dem Europäischen Zentrum der Solidarność in Danzig zusammenarbeiten. Im Rahmen einer Tagung in der polnischen Stadt zum Jahrestag der ersten freien Wahlen in Polen am 4. Juni vor 35 Jahren soll dazu eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet werden, wie der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Podiumsdiskussion im Juli widmet sich dem Wert der Demokratie
Für den 4. Juli ist dann in Berlin eine gemeinsame Veranstaltung des Fördervereins der Gedenkstätte Berliner Mauer und des Europäischen Zentrums der Solidarność geplant, zu der auch dessen Leiter Basil Kerski anreisen soll. Bei der Podiumsdiskussion soll es um das Thema Verteidigung der Demokratie gehen.
«Der Förderverein hat gesagt, wir wollen in diesem Jahr, in dem drei Landtagswahlen sind, aufmerksam machen darauf, was in Polen gerade noch einmal gerettet worden ist: nämlich die demokratische Grundordnung», sagte Klausmeier. Auch Kerski selbst habe schwierige Jahre hinter sich. «Er ist persönlich bedroht worden als Leiter dieser Einrichtung.» Die Situation habe sich durch den Regierungswechsel im vergangenen Jahr verändert. Auch darüber werde Kerski sprechen. «Über den Wert der Demokratie.»
Auch am 35. Jahrestag des Mauerfalls will die Stiftung den Blick ebenfalls über Berlin und Deutschland hinauslenken. Geplant sei, diesmal auch polnische Jugendliche zu einem mehrtägigen Workshop nach Berlin einzuladen. Dort soll es die Möglichkeit zu Zeitzeugengesprächen geben - mit ehemaligen Solidarność-Aktivisten genau wie mit damaligen ostdeutschen Oppositionellen.
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