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Alle schauen in den Himmel - Tausende verfolgen Spektakel

Alle schauen in den Himmel - Tausende verfolgen Spektakel
Zahlreiche Sternschuppen waren in der Nacht am Himmel zu sehen. / Foto: Patrick Pleul/dpa
Von: DieBrandenburger News
Die vergangene Nacht war für Astronomen und Hobby-Sternengucker besonders. Bei klarem Himmel waren die Sternschnuppen auch über Brandenburg zu sehen.

Der Blick in den Himmel hat sich am Mittwochabend gleich doppelt gelohnt. Erst war die partielle Sonnenfinsternis zu sehen, dann zogen in der Nacht mit dem Höhepunkt des Perseidenstroms Dutzende Sternschnuppen über den Himmel. 

An zahlreichen Orten in Berlin und Brandenburg versammelten sich Menschen, um zu beobachten, wie sich der Mond langsam vor die Sonne schob. Es herrschte eine schöne und friedliche Stimmung. 

Wer keine Sonnenfinsternis-Brille mehr ergattern konnte, bastelte noch schnell eine Lochkamera aus einem Karton oder einer Chipsdose. Viel los war zum Beispiel am Tempelhofer Feld. Die Schaulustigen machten es sich mit Picknickdecken gemütlich. Kurz bevor die Sonne am Horizont verschwand, gab es spontanen Applaus. 

Am Hermannplatz in Neukölln wurden die heiß begehrten Schutzbrillen solidarisch geteilt und kurzerhand an den Nebenmann oder die Nebenfrau weitergegeben. 

Auch am Schloss Charlottenhof in Potsdam war es voll.

Riesigen Andrang gab es am Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg. «Wir wurden regelrecht überrannt», sagte der Direktor des Zeiss-Großplanetariums, Tim Florian Horn, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagmorgen. Es habe einen regelrechten Hype um die Brillen gegeben. «Wir haben in den letzten Tagen etwa 20.000 Brillen ausgegeben, allein gestern die Hälfte davon.»

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Hunderte Meter lang standen Menschen Schlange, um noch eine der kostenlosen Brille zu bekommen. «Ich warte seit zwei Stunden», hatte eine Frau der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Auch das Interesse für das Begleitprogramm des Planetariums war groß, die Schlange entsprechend lang.

Planetarium: Deutlich mehr als 5.000 Besucherinnen und Besucher

Das Planetarium hatte laut Horn mit 5.000 Besucherinnen und Besuchern gerechnet. «Es wurden dann deutlich mehr.» Er finde es toll, wie viele Menschen sich für das Phänomen begeistert hätten. Die Polizei war angesichts der vielen Menschen vor Ort. Der nahegelegene S-Bahnhof Prenzlauer Allee wurde vorübergehend gesperrt. 

Viel los war auch auf Brücken mit freiem Blick in Richtung Westen, auf Hügeln, Türmen.

Zwischen 23.00 Und 4.00 Uhr blitzten die Sternschnuppen über den Himmel. Die Perseiden sind ein jährlich wiederkehrendes Himmelsphänomen, in diesem Jahr war es besonders gut zu sehen. Da Neumond war, störte kein Mondlicht den Blick auf die Sternschnuppen. 

«Dank des großflächig guten Wetters über Deutschland, konnte das überall beobachtet werden», so Horn. Auch in Berlin habe man trotz der Lichtverschmutzung dutzende Perseiden beobachten können. Neben dem Planetarium verfolgten Gäste das Spektakel auf einer Freifläche. «Jede wurde mit einem großen A und O begrüßt.»

Ihren Ursprung haben die Perseiden im Kometen 109 P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt den Strom aus winzigen Staubteilchen, welche der Komet auf seiner Bahn um die Sonne hinterlassen hat. Treten die Teilchen in die Erdatmosphäre ein, verglühen sie als leuchtende Sternschnuppen. 

Schon seit mehreren Wochen tauchen die Meteore am Nachthimmel auf, viele weitere wird man in den kommenden Tagen bei guter Witterung und am besten an einem möglichst dunklen Ort - also nicht in der Großstadt - erspähen können. 

Nach der partiellen Sonnenfinsternis am Abend boten Sternwarten und Planetarien in Berlin und Brandenburg auch ein Programm für Interessierte des Meteorstroms.

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