Der Blick in den Himmel hat sich am Mittwochabend gleich doppelt gelohnt. Erst war die partielle Sonnenfinsternis zu sehen, dann zogen in der Nacht mit dem Höhepunkt des Perseidenstroms Dutzende Sternschnuppen über den Himmel.
An zahlreichen Orten in Berlin und Brandenburg versammelten sich Menschen, um zu beobachten, wie sich der Mond langsam vor die Sonne schob. Es herrschte eine schöne und friedliche Stimmung.
Wer keine Sonnenfinsternis-Brille mehr ergattern konnte, bastelte noch schnell eine Lochkamera aus einem Karton oder einer Chipsdose. Viel los war zum Beispiel am Tempelhofer Feld. Die Schaulustigen machten es sich mit Picknickdecken gemütlich. Kurz bevor die Sonne am Horizont verschwand, gab es spontanen Applaus.
Am Hermannplatz in Neukölln wurden die heiß begehrten Schutzbrillen solidarisch geteilt und kurzerhand an den Nebenmann oder die Nebenfrau weitergegeben.
Auch am Schloss Charlottenhof in Potsdam war es voll.
Riesigen Andrang gab es am Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg. «Wir wurden regelrecht überrannt», sagte der Direktor des Zeiss-Großplanetariums, Tim Florian Horn, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagmorgen. Es habe einen regelrechten Hype um die Brillen gegeben. «Wir haben in den letzten Tagen etwa 20.000 Brillen ausgegeben, allein gestern die Hälfte davon.»