Mit einer Gedenkveranstaltung am früheren Todesstreifen ist in Berlin an den Mauerbau vor 65 Jahren erinnert worden. In der Kapelle der Versöhnung an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße versammelten sich Vertreter aus Politik und Gesellschaft, um der Mauertoten zu gedenken. Dabei wurden auch Auszüge aus der Biografie eines Opfers gelesen.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und andere legten Kränze an einem Mahnmal nieder. Klöckner beklagte in einer Ansprache eine anhaltende Mauer in vielen Köpfen und plädierte für mehr Zuhören und Zusammenhalt in Deutschland. «Die frühere Grenze ist fast unsichtbar geworden», sagte die CDU-Politikerin laut Manuskript. «Und doch ist sie da. Die Mauer hat in Deutschland Spuren gezogen, die unsere Wege heute noch beeinflussen.»