Die Räumung alter Streumunition auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide dauert weit länger als ursprünglich vorgesehen. Das Areal im Nordwesten Brandenburg, das unter dem Namen «Bombodrom» bekannt wurde, soll bis August 2030 von gefährlicher Streumunition befreit sein, wie der Leiter des Bundesforstbetriebs Westbrandenburg, Rainer Entrup, der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Ursprünglich sollte die Räumung 2025 beendet sein. Aber bereits 2023 hatte Entrup Verzögerungen einkalkuliert. Er betreut die Fläche im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
Das sowjetische Militär nutzte den früheren Luft-Boden-Schießplatz jahrzehntelang. Dort wurde unter anderem das Abwerfen von Bomben aus Flugzeugen geübt, Streumunition russischer Bauart wurde freigesetzt. Sie gilt als besonders tückische Kriegswaffe und ist international geächtet. In Deutschland kommt sie laut Auswärtigem Amt nur auf dem alten Truppenübungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide vor.