Maji-Maji-Allee oder Rio-Reiser-Platz: In Berlin sind in den vergangenen sechs Jahren mindestens 16 Straßen oder Plätze umbenannt worden. Grund waren in der Hälfte der Fälle kolonialistische, rassistische, antisemitische oder NS-Bezüge der Namensgeber, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Bezirksämtern ergab. In anderen Fällen ging es um die Ehrung von Personen oder darum, die Zahl der doppelt oder mehrfach vorhandenen Straßennamen in der Stadt zu verringern.
Die meisten Umbenennungen gab es im Bezirk Mitte mit vier, gefolgt von Neukölln und Charlottenburg-Wilmersdorf mit je drei solcher Fälle. Vier der elf Bezirke, die auf eine dpa-Anfrage antworteten, benannten keine Straßen um.