81 Jahre nach dem Ende der Nazi-Herrschaft erinnert im Berliner Tiergarten ein Denkmal an die Verfolgung und den Widerstand der Zeugen Jehovas. «Dieses Denkmal gilt den Menschen, die bitteres Unrecht erlitten und dennoch immer wieder Menschlichkeit zeigten», erklärte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CSU) anlässlich der Einweihung des Mahnmals.
Die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas, die damals als Bibelforscher bekannt waren, leistete während der NS-Diktatur Widerstand gegen das System. Laut der Stiftung «Denkmal für die ermordeten Juden Europas» verweigerten Religionsangehörige den Hitlergruß, traten nicht in Parteiorganisationen ein und halfen anderen Verfolgten.
Mehr als 15.000 Mitglieder der Religionsgemeinschaft gerieten in das Visier der Nationalsozialisten und wurden systematisch verfolgt. Über 1.800 Mitglieder der Zeugen Jehovas verloren nach Angaben der Stiftung während der Nazi-Herrschaft ihr Leben.