Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner kommt wegen seines Agierens im längsten Stromausfall der Berliner Nachkriegsgeschichte unter Druck. Der CDU-Politiker räumte ein, am Samstag wenige Stunden nach Beginn des Blackouts im Berliner Südwesten Tennis gespielt zu haben - während sich 100.000 Betroffene ohne Strom und Heizung, Internet und Handy-Empfang mitten im Winter große Sorgen machten, vor Ort eilig Notunterkünfte aufgebaut wurden und Hilfe anlief.
«Ich habe von 13.00 bis 14.00 Tennis gespielt, weil ich einfach den Kopf freikriegen wollte», sagte Wegner bei Welt TV. «Ich war die ganze Zeit erreichbar, auch als ich Tennis gespielt habe. Das Handy war auf laut gestellt, bin danach sofort zurückgefahren und habe weitergearbeitet.» Zuvor hatte der RBB über das Thema berichtet.
Wegners Tennispartnerin war dabei ein anderes Senatsmitglied: seine Lebensgefährtin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU), wie die Senatssprecherin bestätigte. Zuvor hatte dies der «Tagesspiegel» berichtet.