loading

Nachrichten werden geladen...

Veröffentlicht mit CMS publizer®

Berlin: Wegner begrüßt Bundespläne gegen Enteignung großer Wohnungskonzerne

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hält die Pläne für richtig, die Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen zu verhindern.  / Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hält die Pläne für richtig, die Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen zu verhindern. / Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Koalition im Bund will die Enteignung von Wohnungsunternehmen verhindern. Berlins Regierender Bürgermeister hält den Ansatz für richtig.

Berlins Regierender Bürgermeister begrüßt die Pläne der Bundesregierung, per Gesetz die Enteignung von Konzernen mit großen Mietwohnungsbeständen in einzelnen Ländern zu verhindern. «Die linksgrüne Debatte um Enteignungen schadet den Berlinerinnen und Berlinern massiv - und sie schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt», sagte Kai Wegner. «Bereits die Debatte bremst Investitionen in den dringend notwendigen Wohnungsbau. Den Preis dafür bezahlen die Berliner Mieterinnen und Mieter.» 

Wer den Menschen einrede, linker Populismus könne die Wohnungsfrage lösen, täusche sie ganz bewusst. «Gut, dass der Bund jetzt für Klarheit sorgt und diesem Irrweg einen Riegel vorschiebt. Enteignungen kosten Milliarden, die wir nicht haben», so der CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat seiner Partei für die Abgeordnetenhauswahl. «Sie verhindern Wohnungen, die wir dringend brauchen.»

Die Regierungskoalition im Bund will den vor allem von der Linkspartei propagierten Überlegungen zur Enteignung von Konzernen mit großen Mietwohnungsbeständen endgültig einen Riegel vorschieben. «Um den privaten Wohnungsbau nicht zu gefährden, wird durch Bundesgesetz geregelt, dass die Verstaatlichung privater Mietwohnungsbestände durch Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene nicht mehr möglich ist», heißt es in den Beschlüssen des Koalitionsausschusses.

Merz warnt vor Vergesellschaftung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte, entsprechende Bestrebungen auf Landesebene hätten dazu geführt, dass «in der ganzen Welt gefragt wird, was ist in Deutschland los, müssen wir in Deutschland mit Enteignungen rechnen». Jedes Bundesland könne machen, was es wolle. Wenn aber Entscheidungen auf Landesebene dazu führten, dass man in ganz Deutschland ein Problem bekomme, sei es richtig, auf Bundesebene darauf zu reagieren. 

Die Berliner Bevölkerung hatte sich 2021 mehrheitlich für die Enteignung großer Wohnungskonzerne ausgesprochen. Damit wurde der damalige Berliner Senat aufgefordert, «alle Maßnahmen einzuleiten», die zur Überführung von Immobilien in Gemeineigentum erforderlich sind, und dazu ein Gesetz zu erarbeiten. Allerdings war das Votum für die Politik rechtlich nicht bindend. 

Im vergangenen September legte die Berliner Initiative «Deutsche Wohnen & Co enteignen» einen Gesetzentwurf zur Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne vor. Dieses Gesetz solle im Rahmen eines Volksentscheids in den nächsten beiden Jahren beschlossen werden, kündigten Vertreter der Initiative an. In Berlin wird am 20. September das Abgeordnetenhaus neu gewählt.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten