Trotz gegenteiliger Signale aus dem Senat geht die Gewerkschaft Verdi davon aus, dass etwa 20.000 Beschäftigte an Berliner Hochschulen, in Museen oder Gedenkstätten ab kommendem Jahr in den Genuss der sogenannten Hauptstadtzulage kommen. Bisher zahlt Berlin diese Zulage von monatlich 150 Euro an etwa 130.000 Beschäftigte im unmittelbaren Landesdienst.
Die nun in Rede stehenden Angestellten der Hochschulen, der Stiftung Oper, der Zentral- und Landesbibliothek, des Technikmuseums und mehrerer Gedenkstätten zählen nicht dazu. Für sie gelten jedoch laut Verdi Tarifverträge, in denen die Regelungen für den öffentlichen Dienst der Länder übernommen werden, wie Landesbezirksleiterin Andrea Kühnemann und andere Gewerkschafter erläuterten.
Nach einer am 23. September erzielten Einigung von Verdi mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), der auch Berlin angehört, ist die Hauptstadtzulage Teil des bundesweiten Tarifvertrages der Länder (TVL). Die Einigung bezieht sich zwar allein auf die 130.000 Empfänger in der Hauptstadt, die die Zusatzzahlung schon jetzt erhalten. Verdi geht aber davon aus, dass ab April 2025 zusätzlich die oben erwähnten 20.000 Beschäftigten dazukommen, deren Bezahlung an den TVL angebunden sei.