Zur Vorbeugung schwerer Seuchenausbrüche dringt der Tierschutzbund auf eine Debatte über die Massentierhaltung. «Bei der Art der Tierhaltung, die wir haben, mit immer höheren Tierbeständen in immer höherer Dichte in den Regionen» habe man sehr schnell einen Seuchenausbruch, der nicht mehr beherrschbar sei, sagte Präsident Thomas Schröder in Berlin.
Die Frage kleinerer Tierbestände müsse viel ernsthafter diskutiert werden, sagte Schröder zur Vorstellung des «Kritischen Agrarberichts» durch mehrere Agrar-Organisationen. Bisher habe man Glück, dass es sich bei der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg offenbar um einen regionalen Kleinausbruch handele.
Vergangene Woche war es erstmals seit mehr als 35 Jahren in Deutschland zu einem MKS-Ausbruch gekommen. Die für Tiere hoch ansteckende Viruserkrankung wurde bei einer Wasserbüffel-Herde in Hönow im Landkreis Märkisch-Oder entdeckt. Seither gab es keine weiteren bestätigten Fälle.