Aus für die «Tofu-Wurst» oder den «Veggie-Burger»? Der Agrarmarketingverband Pro Agro in Brandenburg stört sich nicht an den Bezeichnungen. Das Europaparlament sprach sich am Mittwoch dagegen für ein Verbot von Begriffen wie «Tofu-Wurst» oder «Veggie-Burger» aus.
Gesellschaftlicher Wandel bringe es mit sich, dass Begriffe eine Bedeutungsänderung erfahren, sagte der Geschäftsführer des Pro Agro-Verbandes, Kai Rückewold, der dpa in Potsdam. «Wenn also ein vegetarisches Produkt auf dem Teller einem gewohnten Bild entspricht und einen klassischen Namen trägt, ist das nichts, was man per se beanstanden müsste.»
Wichtig sei aber, dass die Zutaten in vegetarischen und veganen Produkten für den Verbraucher genauso umfangreich gekennzeichnet seien wie klassische Fleischprodukte. «Grundsätzlich sollte man den Verbraucherinnen und Verbrauchern auch einfach eine gewisse Mündigkeit zugestehen.»